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Hier kommt die Maus

Hier kommt die Maus: das Kostüm von vorne. Foto: Julia Marre

Es gibt viel zu viele Geheimnisse unter Müttern. Die einem niemand verrät, bevor man selbst Mutter ist. Eines hat mich diese Woche umgehauen: Es ist Karneval (hier heißt es Fasnet). Das hat und hätte mich nicht weiter interessiert – bis es beim Kinderturnen hieß: Sport machen wir in dieser Woche kostümiert. Ohje!

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Und von Müttern wird erwartet, dass ihnen da sofort etwas Lustiges einfällt, das gern selbstgemacht und am besten auch noch günstig ist. Also habe ich mir die Nähmaschine zur Brust genommen und: Hier kommt die Maus! Mit kostenlosem Schnittmuster.
 

Und so hat alles angefangen:

Schnell war Nora und mir klar: Sie will sich als Maus verkleiden. Ich habe ihr ewig Fotos gezeigt von Katzen, Bären, Babys, die als Omas verkleidet sind (irre komisch), von Kleinkindern, die als Sushi-Rollen gehen (fand sie blöd). Aber sie liebt die Maus! Also haben wir mit der allergrößten Herausforderung begonnen: einen Klamottendiscounter zu finden, in dem es orangefarbene T-Shirts mit möglichst Null-Komma-Null-Prozent Polyester gibt. Das war schon die erste Wahnsinnshürde. Denn Orange gibt’s kaum. Modefarben sehen anders aus…

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Immerhin gab es im Stoffgeschäft alle Filzfarben: Weiß, Orange und Schwarz habe ich ganz dünn gekauft, Braun für die Ohren eine Nummer dicker, damit die auch auf dem Kopf stehenbleiben und nicht gleich umknicken. Und dann bin ich endlich auch in Sachen T-Shirt fündig geworden! Für 2,99 Euro habe ich ein 100-Prozent-Baumwollshirt in Orange gefunden – jippiiieeeeh! Und es gleich zweimal gekauft, damit ich mit dem übrigen Stoff noch den T-Shirt-Aufdruck übernähen kann. Der fällt zum Glück kaum noch auf, weil nun die Kulleraugen mit den Klickerlidern, der Mausnase und dem Mund darüber angebracht sind. Auf den Rücken habe ich einen Mäuseschwanz genäht (fürs Turnen am Einfachsten, weil man sich den Schwanz dann nicht auf der Rutsche abreißt). Und aus dem zweiten Shirt habe ich mehr stümperhaft als rekordverdächtig eine Mütze genäht – mit den zwei braunen Ohren dran.

Anhand eines der vielen Maus-Bücher, die Nora hat, habe ich das Schnittmuster für die Augen, Lider, Nase, Mund, Schwanz und Ohren gezeichnet. Und es für euch noch einmal schön aufbereitet. Ihr findet es hier zum Download.

Seit Nora das erste Mal das Maus-Shirt gesehen hat, will sie es übrigens jeden Tag anziehen. Egal, ob Turnen ist oder nicht. Tja, selbst Schuld. Da kann man noch so karnevalsabstinent sein und erzieht das Kind aus Versehen zum Superjeck. Aber Spaß gemacht hat das Nähen natürlich trotzdem.

 

 

 

7 Kommentare

  1. Ja das trifft einen etwas unerwartet mit dem Fasching, wenn man da schon jahrelang aus dem Alter wieder raus war 😀
    Hast du aber super gelöst und diese Verkleidung ist ja mal zuckersüß
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

  2. Super Idee mit dem Maus-Shirt! Das wäre auch in einer Karnevalshochburg wie Köln gut angekommen! 🙂 Vor allem für Kinder sind aufwendige Kostüme ja doch meist unpraktisch, zu warm oder gehen dann schnell kaputt und müssen geflickt werden. Hier in Köln hat man zum Glück in der Regel einen riesen Fundus an Kostümen und irgendwie zumeist eine angeborene Leidenschaft zum Kostümieren. 😀 Hölle Alaaf!LG Beatrice

    • Hallo Beatrice, ja, das glaube ich! Hier gibt’s auch viel Angebot, aber nichts, was wirklich turnhallentauglich ist. Und bevor die kleinen Feen mit ihren Flügeln unter der Bank hängenbleiben, ist die Maus-Version doch sicherer… Liebe Grüße und Alaaf!

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