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Pimp mein Porträt

Pimp mein Porträt: Picknick im Grünen und eine Kaffeepause mit Pep... Foto: Julia Marre

Historische Schwarzweiß-Porträts gibt es wie Wolken am Himmel. Und kistenweise auf jedem Flohmarkt. Warum sie nicht mal ein bisschen verschönern? Darum geht’s bei meinem neuen liebsten Zeitvertreib: Pimp mein Porträt. Wer nicht gerade mit dem Filzstift Brille und Bart auf die Fotos malen möchte, für den habe ich eine schöne Idee: Doodle-Sticken. Mit Nadel und Faden. Und mit Humor.

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Auf meiner Pinterest-Pinnwand mit Näh-und-Stick-Inspirationen sammle ich schon länger solche Beispiele von Mixed-Media-Kleinkunst. Besonders schön lassen sich Porträts mit Handarbeit neu gestalten, wenn es Nahaufnahmen von Personen sind. Dann kannst Du Kleidungsstücke verändern, Hüte oder Mützen dazu sticken, den Sakkos und Blusen neue Muster geben, das Umfeld surreal verwandeln oder einfach nur niedliche Details hinzufügen.

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Ich habe die Fotos aus unserem Familienarchiv – einem riesengroßen Karton, in dem nur uralte Bilder schlummern, von denen niemand mehr weiß, wer dort eigentlich wann fotografiert worden ist. Vielleicht war’s Uropa Albert, der jetzt ein Jackett und einen blumigen Hut trägt, mit dem er beim Christopher Street Day glatt eine Kostümprämierung bekommen würde. Und vielleicht war’s ausgerechnet Großtante Emmi, die hier mit dem netten verheirateten Nachbarn ein Kaffeepicknick im Garten einlegt – und sich dabei ertappt fühlt?! Ich habe keine Ahnung, wer dort zu sehen ist. Aber ich hatte viel Freude daran, ein bisschen mit Nadel und Faden zu malen.

Du möchtest auch Doodle-Sticken?

Dann habe ich ein paar Tipps für Dich:

  • Verwende historische Bilder, die nicht auf dicke Pappe gedruckt sind, sondern auf leichten Postkarten-Karton
  • Egal, ob Du Perlgarn oder Sticktwist verwenden möchtest: Wichtig ist, dass die Farben knallen – dann wirkt es auf dem Schwarzweiß-Foto besonders schön
  • Je dicker das Fotopapier ist, desto eher solltest Du Deine Löcher vorpieksen – das geht am besten mit einer dicken Sticknadel und immer von vorne nach hinten, damit die Einsticklöcher nachher nicht mehr zu sehen sind
  • Mach Dir keine Skizzen oder Bleistiftzeichnungen auf dem Bild, stick einfach drauf los, das macht am meisten Spaß.
  • Am Ende noch auf der Rückseite die Fäden gut verknoten, damit sich das Fadenbild nicht gleich wieder auflöst.

 

Und nun viel Spaß beim Sticken!

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